…es ist nicht ganz ohne Bedeutung, wenn man seinen Hund angeleint führt. Heute Mittag lief ich mit Sammy die Spree entlang, unter anderem durch einen kleinen Park. Ich hatte ihn an der Leine und übte gerade das Fußlaufen, als ein Rüde seiner Größe auf uns zulief und Sammy ohne weiteres Nachfragen seine Nase unter die Rute stopfte. Sammy findet das meist nicht sonderlich nett und seine Antwort war eine steife Körperhaltung, deutlich warnend. Um dem Ärger aus dem Weg zu gehen, versuchte ich unseren Weg fortzusetzen. Da “Mr. Analfixiert” nicht locker lies und sein Herrchen einen Scheiß darauf gab, habe ich den fremden Hund von Sammy weggedrängt, woraufhin ich von seinem netten Halter noch den Kommentar “Alter, manche Leute haben echt ein Rad ab” kassierte.
Ja herzlichen Dank auch! Wären unsere Köter auf die Idee gekommen, sich die Köpfe abzureißen, wäre das Geheule wieder groß gewesen. Oder man darf sich dann so einen Bullshit anhören wie, “Das ist, weil Ihrer an der Leine ist”. Been there, survived it, got the T-Shirt!
Darüber hinaus sollte man als Hundehalter so viel Rücksicht aufbringen können, dass man seinen Hund abruft, wenn man feststellt, dieser droht ein Mensch/Hund-Team beim Training zu stören.
Und um zu guter Letzt noch einmal richtig Korinthen zu kacken: Er verstieß gegen folgende in Berlin geltende Regelung:
Hunde sind in öffentlich gekennzeichneten Grün- und Erholungsanlagen (z.B. Kanalpromenaden, Stadtparks), Waldflächen, die nicht als Hundeauslaufgebiete extra gekennzeichnet sind, auf Sport- und Campingplätzen sowie in Kleingartenkolonien an einer höchstens zwei Meter langen sicheren Leine zu führen.
Quelle: Informationsflyer der Berliner Ordnungsämter
Ob er sich bewusst ist, wie asozial er sich verhalten hat? Ich würde nicht davon ausgehen. Ich weiß auch nicht, ob der diskutierte Hundeführerschein (s. Morgenpost vom 19.02.2012) helfen wird. In meinen Augen müsste das Ordnungsamt dann stärker durchgreifen.